Klassische Spielwaren verkaufen sich wieder

Der Markt fr Spielwaren hatte sich bereits am Ende des vergangenen Jahrtausends gendert und im zurckliegenden Jahrzehnt hat man die Folgen davon sehr deutlich spren knnen. Die Kinder spielen heute nicht mehr wie frher; Brettspiele sind uncool, whrend elektronische Spiele auf Konsolen, Handys und PCs einen wahren Boom feierten und Verkaufsrekorde brachen. Dem traditionellen Spielzeug kommt diese Entwicklung aber zugute:Wer keine 150 Euro fr eine neue Konsole ausgibt, hat das Geld fr klassische Spielwaren zur Verfgung“ erklrt ein marktforscher von Eurotoys und scheint damit vollkommen Recht zu haben. So erwartet man fr das laufende Geschftsjahr fr die Branche von Brettspielen Co ein wirtschaftliches Plus von um die fnf Prozent. Das bedeutet mehr als 2,5 Milliarden Euro Umsatz. Bereits im vergangenen Jahr waren es vier Prozent gewesen und der Bundesverband der Spielwareneinzelhndler verkndet deshalb stolz: Wir haben einen Lauf“.

Experten die den Markt analysieren fhren diese positive Entwicklung auf den sich mehr und mehr etablierenden Online-Verkauf von Spielwaren und Brettspielen zurck. Angeblich besitzen viele Menschen eine Scheu, sich in ein Spielwarengeschft zu begeben. Da ist der bequeme Kauf vom heimischen Computer aus eine nahe liegende Alternative, um die heimische Spielzeugsammlung fr die Kinder aufzustocken. Dies locke zudem auch neue Kunden, erklren die Marktforscher und berechnen, dass 15% aller Spielwaren bereits ber das Internet verkauft werden.

Als weiterer Grund wird dafr die allgemeine Preisdisziplin der Branche angefhrt, die fr hohe Verkaufszahlen sorgt. Statt wenige Spielwaren zu hohen Preisen zu verscherbeln, setzt man auf ein breites, ausgeglichenes Angebot zu erschwinglichen Preisen. So wird auch im diesjhrigen Weihnachtsgeschft ein enormer Umsatz erwartet und es wird auch vorhergesehen, dass mehr Geld pro Kind ausgegeben werden wird. So gleicht sich vielleicht der Mangel in den Geburtenraten aus, auf den viele Spielwarenhndler immer wieder mit Sorge verweisen. Fr 2011 befrchtet aber einige Stimmen, dass eine solch positive Entwicklung die Hndler zu einem Anzug der Preise ermutigen knnte. Dennoch erwartet man fr das kommende Jahr eine Fortsetzung des aktuellen Trends.

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